Ein neuer Trend in der Hochzeitsfotografie

| Kategorie: Hochzeiten

"Man kann das Rad nicht neu erfinden" heißt es oft in der Kunst und irgendwie ist es war. Aber oft hat man am Set spontane Ideen, die eine Idee etwas abändern oder manchmal auch etwas Neues schaffen.

Seit ca. 1 Jahr tut sich in der Hochzeitsfotografie eine neue Richtung in der Bildsprache auf, die vorher nicht möglich schien, denn letztendlich bestimmt der Kundenwunsch das, was sich durchsetzt. Aber wenn wir Kreativen den Kunden nicht neue Ideen aufzeigen, wie soll er drauf kommen? Da ich aus der Malerei komme (Studium Dipl. Kunst-Therapie) gehe ich immer kreativ an Hochzeitsfotografie heran. Oft ernte ich da Kritik von Kollegen... Hochzeitsfotografie muss doch strahlend hell, positiv, natürlich und authentisch sein... Ergo: man dürfe doch nicht so viel an der Fotonachbearbeitung machen und schon gar nicht ins dunkle gehen! Aber es geht auch Beides zusammen (Authentität und viel Nachbearbeitung), das wird oft verkannt. Und wären nicht auch die "mutigen Fotografen" am Markt, dann wäre folgendes nie passiert:

Bild(er)/Album nicht gefunden.

Wie gesagt, seit etwa einem Jahr ist der sogenannte "Moody" Stil am Markt. Hier sind Hochzeitsfotos etwas "düster". Dunkle Farben, Schwarz wird durch Brauntöne ersetzt und es ist eben nicht alles "heiti-teiti" Weiß und, rein. Es werden damit wohl Kunden bedient, die den "Persil"-Look nicht als authentisch empfinden und auch in Ihren Hochzeitsfotos anerkennen, daß das Leben nunmal auch seine Schattenseiten hat. Sie können dies in Ihrer Persönlichkeit akzeptieren und in Ihren Hochzeitsfotos zeigen.

Bild(er)/Album nicht gefunden.

Könnte man meinen... Aber ich denke, man muss nicht gleich in Kategorien denken. Eigentlich sind diese Bilder durch die Brauntöne einfach nur "erdiger", "ruhiger", "weicher", "emotional" und zeigen durch die Dunkelheit eben gerade auch die Lichter im starken Kontrast. Der Blick wird also gezielt auf die hellen Stellen des Bildes gelenkt.

Mehr Beispiele andere Fotografen (es öffnet sich ein neues Browserfenster):

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Dadurch, dass der Markt diesen Bildstil akzeptiert, kommt nun ein weiterer Schritt auf den Markt, der auch viele dunkle Töne im Bild hat, aber zudem noch das Stilmittel der Abstraktion nutzt. Es werden Zwischentöne in der Farbpalette und in den Helligkeitswerten weggelassen. Durch das Weglassen, wird der Blick des Betrachters gezielt auf bestimmte Bildstellen gelenkt. Und anders, als bei einem "realistischen Foto" wo vieles ablenkt, wird gezielt eine Emotion, oder eine Botschaft vermittelt.

Ich finde diesen Stil spannend und nachdem ich gestern darauf aufmerksam wurde, habe ich bei einer der 3 Hochzeiten vom letzten Wochenende, diese neue Fotonachbearbeitung einmal genutzt. Einfach, weil es genau zu diesem Paar passt. In diesem Bild zeigt das Stilmittel ganz deutlich die Hingabe, das Vertrauen, das "Fallen lassen" der Braut an Ihrem starken Partner. Zum Vergleich habe ich auch die "realistischen" Versionen hinzugefügt.

Bild(er)/Album nicht gefunden.

Was denkt Ihr? Wie kommt dieser Stil bei Euch an?

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Willkommen im Blog von Mo´s Fotostudio, Hochzeitsfotograf Helge Peters.

(Neu gestratet im Mai 2016)

 

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